Geplante Schiffsliegeplätze in der Neustadt: Klomann schreibt an Bundesverkehrsminister Scheuer

Geplante Schiffsliegeplätze in der Neustadt: Klomann schreibt an Bundesverkehrsminister Scheuer

Neustadt-Ortsvorsteher Johannes Klomann hat sich mit Blick auf die geplanten Schiffsliegeplätze und den geplanten Autoabsetzplatz am Rheinufer in der Mainzer Neustadt in einem Brief an den zuständigen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) gewandt.

„Im Planfeststellungsverfahren liegt es am Bundesverkehrsminister auf das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt in Bingen als antragstellende Behörde Einfluss zu nehmen“, so Klomann. In dem Schreiben habe er, so Klomann, auf die fehlende Umweltverträglichkeitsprüfung sowie die nicht durchgeführte Prüfung von Alternativen hingewiesen. Zudem kritisiert Klomann die unzureichende Bürgerbeteiligung im Zuge des Planungsprozesses.
Klomann weiter: „Ich habe Herrn Bundesminister Scheuer gebeten, dass er in seiner Funktion als oberster Dienstherr der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung auf das Planfeststellungsverfahren Einfluss nimmt.“ Im besten Fall könne Scheuer, so Klomann, auch das Planfeststellungsverfahren stoppen und den Planungsprozess gänzlich neu aufrollen.

Klomann äußert auch die Hoffnung auf Unterstützung durch die hiesige direkt gewählte CDU-Bundestagsabgeordnete Ursula Groden-Kranich: „Besonders mit Blick auf das Engagement der CDU in der Mainzer Neustadt sollte Frau Groden-Kranich ihren sicherlich noch viel größeren Einfluss beim Bundesverkehrsminister geltend machen und die Mainzer Neustadt bei diesem Anliegen unterstützen.“

Bezugnehmend auf die erneute Auslegung der Planungsunterlagen durch die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt als Planfeststellungsbehörde äußert Johannes Klomann die Hoffnung, dass die gewonnene Zeit auch als Denkpause von Seiten der Behörden genutzt wird und die entsprechenden Planungen gründlich und grundsätzlich überdacht werden.

 

2 Responses

  • Im Planfeststellungsverfahren wurden Alternativen geprüft.
    Und es gab einen Infoabend für die Bürger, nur leider hatten die Bürger kein Interesse daran…immerhin 4 Personen waren dort…und jetzt wird sich im Nachhinein wieder beschwert.

    Mit freundlichen Grüßen
    Eine Schiffstocher, die den Mainzer Liegeplatz viele Jahre benötigt hatte, um bei Ihren Eltern aufs Schiff einzusteigen.

    Wir sind auf diesen Liege- und Autoabsetzplatz angewiesen.

    Wir haben den Mainzer-Zollhafen schon als Schutzhafen bei Notfällen, Haverien, Hochwasser, etc. an die Bürger verloren.

    • Das Planfeststellungsverfahren läuft gerade und aus den Planungsunterlagen geht hervor, dass eben die Alternativen nicht wirklich geprüft worden sind.

      Die Informationsveranstaltung fand mitten in den Sommerferien, Ende Juli, statt und wurde ausschließlich mit einem kleinen Hinweis in der lokalen Tageszeitung, die in der Neustadt eine Aboquote von unter 10 Prozent hat, „beworben“.

      Und richtig: Es braucht Alternativen. Anderen sind die Binnenschiffer völlig egal. Das ist der Unterschied.

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