Universität Trier erhält Berufungsrecht – Wichtiger Schritt zu mehr Hochschulautonomie

Universität Trier erhält Berufungsrecht – Wichtiger Schritt zu mehr Hochschulautonomie

Anlässlich der heutigen Übertragung des Berufungsrechts für die Universität Trier von Wissenschaftsminister Prof. Konrad Wolf auf den Universitätspräsidenten Prof. Michael Jäckel erklärt Johannes Klomann, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion:

„Mit der Übertragung des Berufungsrechts vom Wissenschaftsminister auf den Präsidenten der Universität Trier ist ein wichtiger Schritt zu mehr Hochschulautonomie erfolgt. Damit wird eine Vereinbarung des Koalitionsvertrags umgesetzt, die die Delegation des Berufungsrechts an rheinland-pfälzischen Hochschulen vorsieht. Die Universität Trier macht in der neuen Legislaturperiode nun den Auftakt. Ich gehe davon aus, dass weitere Hochschulen nachziehen werden.“

Klomann weiter: „Bereits seit einigen Jahren kann die Johannes Gutenberg-Universität Mainz ihre Hochschullehrer selbst berufen. Die Erfahrungen damit sind außerordentlich positiv. Dass die Universität Trier als zweitgrößte Universität in Rheinland-Pfalz das Berufungsrecht nun ebenfalls erhält, ist folgerichtig.“ Dies sei insbesondere für die Profilbildung der Universität Trier ein wichtiger Fortschritt.

Hintergrund:

In der Regel werden Professorinnen und Professoren durch den Wissenschaftsminister berufen. Das Hochschulgesetz sieht aber die Möglichkeit der Delegation des Berufungsrechts auf die jeweilige Hochschulpräsidentin oder den jeweiligen Hochschulpräsidenten vor. Dies geschieht auf Grundlage einer Vereinbarung zwischen Ministerium und Hochschule, welche die Qualitätssicherung für Berufungsverfahren und die Personalauswahl regelt.

Bildnachweis: Panek.

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